Bachneunauge

Ein lebendes Fossil

Auf den ersten Blick erinnert das Bachneunauge an einen kleinen Aal. Aber auch wenn es danach aussieht, ist es kein Fisch. Es zählt zu der sehr ursprünglichen Gruppe der Rundmäuler. Neunaugen besitzen keinen Kiefer und haben an beiden Flanken hinter jedem Auge acht in Reihe angeordnete Körperöffnungen. Diese Strukturen wurden früher fälschlicherweise als weitere Augen gedeutet, was dem Bachneunauge seinen Namen brachte. Tatsächlich aber beherbergen sieben dieser Öffnungen Kiemen und eine das Geruchsorgan.

Einen Großteil seines Lebens verbringt das Bachneunauge in einem Larvenstadium, welches als Querder bezeichnet wird. Die Querder sitzen im Gewässergrund und ernähren sich von abgestorbenem Pflanzenmaterial und Algen. Nach etwa 4 bis 5 Jahren wandeln sich die Querder in erwachsene Bachneunaugen um, verpaaren sich, legen ihre Eier ab und sterben.

Bachneunauge (Foto: B. Stemmer)

Flora & Fauna