Heidekraut

Ein genügsamer Spezialist

Das Heidekraut (Calluna vulgaris) ist eine sehr anspruchslose Pflanze und besiedelt als erstes Holzgewächs offene Sandflächen. Bei den Bauern früherer Jahrhunderte war Heidekraut nicht besonders beliebt, war es doch eine Zeigerart für schlecht landwirtschaftlich nutzbare Böden, die nur mit großen Mühen zu bewirtschaften waren. Heute dagegen gilt es als Inbegriff einer romantischen, schönen und artenreichen Landschaft.

An das Leben auf nährstoffarmen Sandböden ist das Heidekraut sehr gut angepasst. Es wächst sehr langsam und braucht daher auch nicht viele Nährstoffe. Mit seinen tief reichenden Wurzeln kann es Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen. Die wichtigste Anpassung sind aber die winzigen, schuppenförmigen Blätter, die am Stängel in 4 Zeilen angeordnet sind. Außen sind sie mit einer wachsartigen Schicht überzogen, was die Wasserverdunstung stark herabsetzt.

Das Heidekraut ist eine gute Bienenweide und wird von Imkern sehr geschätzt. Früher wurden die Zweige der Pflanzen auch zum Besenbinden genutzt – daher der Name Besenheide, der ebenfalls für das Heidekraut verwendet wird. Außerdem ist es eine beliebte Zierpflanze, die in sehr vielen Sorten mit verschiedenen Blütezeiten und Farben gezüchtet wird.

Besenheide – Calluna vulgaris (Foto: C. Venne)

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