Pionierpflanzen

Pionierpflanzen

Der Sennesand bietet Pflanzen und Tieren ganz besondere und ziemlich lebensfeindliche Bedingungen.

  • Er ist sehr wasserdurchlässig und daher extrem trocken.
  • Er enthält nur extrem wenig Nährstoffe.
  • Die Sandkörner können leicht vom Wind verweht werden.
  • Er erwärmt sich schnell und kann in Bodennähe hohe Temperaturen erreichen.

Einige Pflanzen kommen dennoch sehr gut mit den Bedingungen des Sennesandes zurecht. Es sind Pionierarten, die nur wegen ihrer speziellen Anpassungen überleben können.

  • Alle Pionierpflanzen auf Sand sind sehr kleinwüchsig. Schließlich müssen sie mit den wenigen von Natur aus vorhandenen Nährstoffen auskommen.
  • Manche Arten können mit wasserspeichernden Geweben lange Trockenzeiten überdauern, z. B. Frühlings-Spörgel (Spergula morisonii) oder Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre).
  • Eine andere Anpassung an Wassermangel ist das Zusammenrollen der Blätter, z. B. beim Silbergras (Corynephorus canescens).
  • Eine dichte, weiße Behaarung reflektiert das Sonnenlicht und verhindert damit eine zu starke Erwärmung der Blätter, z. B. beim Mausohr-Habichtskraut (Hieracium pilosella).
  • Bei manchen Arten verhindern spezielle Wuchsformen, dass sie von Sand überweht werden, z. B. die unterirdischen Ausläufer der Sand-Segge (Carex arenaria) oder die halbkugeligen Horste des Silbergrases (Corynephorus canescens).
Sand-Segge – Carex arenaria (Foto: H. Arjes)

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